|
|||||||
|
|
|
|||||
|
|
|||||||
|
by Magic |
Prolog
Autobot Hauptquartier,
Montag Morgen:
Die Anzeige
auf den Monitoren blinkten wie wild.
"Faszinierend",
murmelte Perceptor und veränderte einige Einstellungen.
Noch immer
blinkten die Anzeigen. Allein die Farbkombinationen hatten sich schwer
zu ihrem Nachteil verändert. Den Autobotwissenschaftler schien das
jedoch zu begeistern.
"Wirklich
unglaublich", meinte er.
"Unglaublich
scheußlich", kommentierte Bumblebee lapidar. "Kriegst du von diesem
Geflimmere nicht einen Kurzschluß in den optischen Systemen. Bei
mir ist es knapp davor."
"Das 'Geflimmere'
zeigt Ausrichtung und Stärke der Feldvektoren im Bereich des
Pendragon-Paradoxons. Die Raum-Zeit-Anomalie hat sich während der
letzten zwei Tage intensiviert", erklärte Perceptor in noch relativ
verständlichen Worten.
Er gab einige
neue Daten ein, verglich sie mit vorhandenen, ließ irgendwas berechnen
und fuhr fort:
"Offensichtlich
findet dieses Phänomen seine Ursache im wiederholten Öffnen eines
Raumtores während der momentan herrschenden Erde-PP-Cybertron Konjunktion.
Jedes weitere Öffnen eines solchen Tores zum momentanen Zeitpunkt
könnte die instabile Raumstruktur kollabieren lassen, und es könnte
zu einer Art Sliding-Effekt kommen."
Bumblebee
seufzte.
"Und was soll
das jetzt bedeuten?" wollte er wissen.
"Das heißt,
du solltest die Space-Bridge nicht benutzen solange das Pendragon-Paradoxon
zwischen Erde und Cybertron steht. Sonst landest du plötzlich im Restaurant
am Ende des Universums und hattest keinen Tisch bestellt", antwortete Black
Jester.
Eigentlich
war er gekommen, um die Einladung zur "Geburtstags"-Überraschungsparty
von Crazy Sue zu überbringen und wieder zu gehen. Aber Perceptors
'Farbenzauber' hat den schwarzen Transformer dann doch irgendwie interessiert.
"Ich hoffe,
das Restaurant hat noch einen freien Tisch, auch wenn er nicht vorbestellt
wurde", sagte Perceptor plötzlich. "Wir hatten möglicherweise
gerade einen Slide..."
BJ sah ihn
verblüfft an.
"Wie bitte?"
"Jemand hat
die Space-Bridge aktiviert und die Struktur ist kollabiert. Es gab mit
93,54 %iger Wahrscheinlichkeit einen Durchbruch..."
Black Jester
mußte sich festhalten. Seine Innere Stimme schlug Alarm. Er hatte
einen fürchterlichen Verdacht.
"Vector Sigma,
nicht jetzt", stöhnte er. "Oh, heiliger Ausstoß..."
Kapitel 1
Als sie die
Augen aufschlug, sah sie den strahlend blauen Himmel über sich. Sie
bemerkte noch das Stahlskelett eines im Bau befindlichen Hochhauses zu
ihrer Linken, als sie zu fallen begann. Vor lauter Verblüffung kam
sie nicht mehr dazu zu schreien.
"Scheiße!"
war das letzte, was sie dachte, bevor sie einschlug.
Dann war alles
dunkel.
Er erwachte.
Um ihn herum
war Finsternis, und er konnte sich nicht bewegen. Das lag wohl an der festen
Hülle, die ihn umgab. Es fühlte sich an wie Stein. Er war in
Fels eingeschlossen. Aber seltsam, diese Tatsache beunruhigte ihn nicht.
Obwohl er
nichts sehen konnte, wußte er, daß die Sonne untergegangen
war. Er hatte das Bedürfnis, sich zu bewegen. Es war wie eine Art
Instinkt. Er spannte seinen Körper und machte eine ruckartige Bewegung.
Mit explosionsartigem Geräusch zerbarst die steinerne Puppenhaut um
ihn. Er hörte sich brüllen wie ein wildes Tier. Und er
hörte noch weitere Stimmen, die ebenfalls brüllten.
Jetzt konnte
er endlich wieder sehen. Er saß auf den Zinnen einer Burg, und diese
Burg stand auf der Spitze eines riesigen Wolkenkratzers. Zu seinen Füßen
- teilweise unter ein paar Wolkenfetzen verborgen - lag im letzten Licht
der Abenddämmerung die Stadt New York, genauer gesagt: Manhatten.
"Die Frage
nach dem 'Wo bin ich?' entfällt somit", dachte er gerade bei sich,
als er hinter sich jemand fragen hörte:
"Wer bist
du, Freund?"
Er drehte
sich um und sah sich mit einer Gruppe seltsam anmutender Wesen konfrontiert.
Ihre Gestalten erinnerten an mittelalterliche Dämonendarstellungen,
gehörnte Humanoide mit Tierfüßen, Schwänzen und ledrigen
Flügeln. Sie trugen die spärliche Kleidung von altertümlichen
Babarenkriegern. Ein eigenartiger Geruch von Leder und Zement lag in der
Luft - nicht unbedingt unangenehm, nur ungewohnt.
"Feuerelfen
nicht", dachte er. "Vielleicht Steinvolk..." Irgendwie kamen sie ihm bekannt
vor...
"Wer bist
du?" fragte ein großer, blauhäutiger Vertreter der Gruppe.
So, wie dieser
auftrat, und so, wie sich der Rest der Gruppe verhielt, war das der Anführer.
Er sprang
von seinem Sitzplatz. Mit einem Mal wurde ihm bewußt, daß er
dazu Muskeln benutzt hatte. Er sah auf seine Hände - kräftige,
vierfingrige Klauen, überzogen von dicker, hellgrauer Haut wie sie
auch den Rest seines Körpers bedeckte. Nach einen Blick über
seine Schulter, stellte er fest, daß sein Rücken ebenfalls mächtige
Dämonenflügel zierten.
Eine bullige,
hundeartige Kreatur schnupperte mißtrauisch an seiner Ferse.
Er wandte
sich an den Anführer der Gruppe:
"Bevor ich
euch eure Frage beantworte, würde mich eine andere Antwort weit mehr
interessieren: Was bin ich?"
"Was..?" wiederholte
das kleinste der Wesen und blickte ihn fragend aus großen, runden
Augen an. "Na, du bist ein Gargoyle!"
Kapitel 2
"Sie kommt
zu sich", sagte jemand.
"Ist ein Wunder,
daß sie überhaupt noch lebt", sagte jemand anderes.
Dieser Geruch
nach Desinfektionsmittel. Sie schlug die Augen auf und sah direkt in das
bläßliche Gesicht einer Frau in weißem Kittel. Ein Stethoskop
steckte in der linken Brusttasche.
Warum sahen
Ärzte oft kranker aus als ihre Patienten?
"Wo bin ich?"
murmelte sie mühsam. Ihre Zunge wollte noch nicht so, wie sie es wollte.
"Im Krankenhaus",
antwortete die Ärztin.
Es war eine
dumme Frage gewesen. Das typische "Hospitalaroma" hing ihr schon die ganze
Zeit in der Nase. Wahrscheinlich war es eine Art Instinkthandlung, immer
erst zu fragen, wo man war.
"Okay", begann
sie von neuem. Ihre Zunge reagierte mittlerweile besser. "Was mache ich
hier? Außer im Bett liegen natürlich..."
"Sie hatten
einen Unfall", antwortete die Ärztin.
Sie setzte
sich in ihrem Bett auf. In der Tat, sie konnte alle ihre Knochen spüren.
"Einen Unfall?"
fragte sie. "Hoffentlich hat sich jemand die Nummer des Trucks notiert..."
"Sie sind
vom Gerüst eines im Bau befindlichen Wolkenkratzers gefallen", antwortete
eine zweite Stimme, eine junge Frau mit mexikanischem oder leicht afrikanischem
Einschlag - dunkler Teint, lange, schwarze Haare, braune Augen. "Fünf
Stockwerke tief."
Die Ärztin
nickte.
"Wie durch
ein Wunder hatten Sie nur ein paar blaue Flecke und diverse Abschürfungen."
"Glück
ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen", antwortete sie ironisch.
Die schwarzhaarige
Frau zeigte eine Polizeimarke.
"Elisa Maza
vom Dreiundzwanzigsten", erklärte sie. "Könnten Sie mir vielleicht
sagen, was passiert ist? Wurden Sie gestoßen, oder war das eine neue
Form von Frühsport, auf Baugerüsten herumzuklettern?"
Sie kratzte
sich am Kopf und überlegte. Ein Hochhaus..? Gestürzt..? Nichts...
Sie hatte keine Ahnung wovon die Polizistin redete.
"Officer,
ich würde Ihnen ja gerne weiterhelfen", antwortete sie schulterzuckend.
"Aber ich kann mich an nichts mehr erinnern."
"Gut", seufzte
Elisa. "Versuchen wir erst mal was anderes. Sie hatten weder Ausweis, noch
Führerschein oder Kreditkarten bei sich. Es würde uns unter Umständen
schon weiterhelfen Ihren Namen zu erfahren."
Sie schluckte
und wurde bleich. Jetzt kam langsam so etwas wie Panik in ihr hoch.
"Meinen Namen?"
stotterte sie. Sie fühlte sich wie in einer mündlichen Prüfung,
ohne gelernt zu haben.
"Ja, Ihren
Namen", nickte Elisa seufzend. "Das, womit man Sie anzusprechen pflegt..."
Sie atmete
tief durch und blickte die Polizistin in Zivil hilflos an.
"Ich würde
ihn Ihnen gerne sagen", antwortete sie. "Wenn ich ihn noch wüßte..."
Sie fuhr sich
durch die Haare.
"Genaugenommen
beginnt mein Leben damit, daß ich hier aufgewacht bin", fuhr sie
fort.
"Eine vorübergehende
Amnesie", stellte die Ärztin fest. "Nachdem, was passiert ist, durchaus
nicht ungewöhnlich."
"Na toll",
stöhnte Elisa. "Dann werden wir Sie bis auf weiteres wohl 'Jane' nennen."
"Moment",
meinte sie da plötzlich. "Ich trage einen Ring, vielleicht bin
Þich ja verheiratet."
Sie zog sich
das goldene Schmuckstück vom Finger und betrachtete die Innenseite.
"Auf die Idee
sind wir auch schon gekommen", meinte Elisa.
"'Beltaine,
Muris'?" las sie. "Klingt irgendwie nicht so ganz nach einem Namen. Jedenfalls
kann ich mich nicht daran erinnern." Sie überlegte. "Moment... Beltaine...
Beltaine... Das ist der 1. Mai. Es ist ein Datum! Na wenigstens erinnere
ich mich an etwas..."
"Dann könnte
'Muris' doch Ihr Name sein", meinte die Ärztin.
"Na fein,
'Jane Muris' ist nicht ganz so langweilig wie 'Jane Doe'", fand Elisa.
Jane wandte
sich an die Ärztin.
"Wie lange
muß ich noch hier bleiben?" fragte sie.
"Die Untersuchungen
ergaben keine weiteren Gebrechen außer den blauen Flecken und...
ihrer offensichtlichen Amnesie", antwortete die Medizinerin mit Blick auf
die Krankenkarte. "Eigentlich steht Ihrer Entlassung neben Ihrer schriftlichen
Einwilligung nichts im Wege."
"Das einzige
Problem, ich weiß nicht wohin..."
"Kopf hoch,
Jane", meinte Elisa. "Wir werden Ihnen bis auf weiteres ein Zimmer in einem
Hotel beschaffen. Entweder finden wir heraus, wer Sie sind, oder Sie erinnern
sich ja."
"Danke, Officer
Maza."
"Nennen sie
mich 'Elisa'."
Eine halbe
Stunde später traf man sich am Eingang des "Manhattan General". Es
war ein warmer, nicht zu heißer Sommernachmittag. Die Sonne spiegelte
sich noch immer glänzend in den Fenstern der Wolkenkratzer, während
die Straßenschluchten bereits im Schatten lagen.
"Ist schon
ein komisches Gefühl, sein Leben vergessen zu haben", meinte Jane
leicht deprimiert. "Ich komme mir vor wie ein Baby."
"Hätte
schlimmer kommen können", entgegnete Elisa. "Sie könnten jetzt
im Leichenschauhaus liegen. Kommen Sie, mein Wagen steht gleich um die
Ecke."
Die beiden
Frauen liefen die fast menschenleere Straße entlang. Elisa schien
im Gedanken.
"Muß
ja ein toller Bursche sein", meinte Jane mit koboldhaftem Lächeln.
Die Polizistin
wurde leicht rot.
"Wie bitte..?"
stotterte sie.
"Ihr Blick
spricht Bände."
Jetzt lachte
Elisa.
"Sie haben
einen verdammt guten Spürsinn, Jane", sagte sie. "Kann es sein, daß
Sie auch ein Cop sind?"
Jane zuckte
mit den Achseln.
"Wenn ich's
doch nur wüßte..." Sie horchte auf. "Apropos Spürsinn,
haben Sie das gehört?"
"Was?" fragte
Elisa und strengte ihre Ohren an.
Jane hatte
recht. Da rief jemand um Hilfe - zumindest versuchte derjenige es.
"Sie warten
hier!" befahl die Polizistin im Loslaufen.
Die kleine
Seitenstraße führte direkt zu einem der Notausgänge des
Krankenhauses. Es war eine Sackgasse, die an einer Mauer endete.
Drei Gestalten
in dunklen Cyberrüstungen versuchten gerade ein Frau in weißem
Kittel in einen bereitstehenden Van zu zerren. Man konnte nicht sehen,
wer die Personen in den Rüstungen waren, sie trugen Kapuzen, die bis
auf zwei Augenlöcher das Gesicht verdeckten.
"Stehen bleiben,
Polizei!" schrie Elisa mit vorgehaltener Waffe. "Und lassen Sie sofort
Ihre Finger von der Lady!"
"Glaubst du,
du kannst uns aufhalten?" antwortete einer der Kapuzenträger, der
Stimme nach ein Mann. "Schau mal hinter dich!"
Elisa schluckte.
Sie bemerkte den Schatten einer weiteren Kapuzengestalt hinter sich. Sie
fuhr herum. Die maskierte Person hatte einen riesigen Hammer in den Händen
und bereits zum Schlag ausgeholt, als sie unerwartet mit einem kurzen Aufstöhnen
in sich zusammensackte. Der Hammer purzelte unbenutzt auf den Asphalt.
"Jane", rief
Elisa überrascht, als sie erkannte, wer den Angreifer schachmatt gesetzt
hatte. "Sie sollten doch auf mich warten!"
"Ich hatte
das Gefühl, Sie könnten Hilfe gebrauchen", antwortete die Frau.
"Nanu, ich dachte der Ku-Klux-Klan trägt Weiß?"
Ein Geräusch
war zu hören, daß sehr stark an das Durchladen eines Pumpguns
erinnerte.
"Das ist nicht
der Ku-Klux-Klan, das sind Steinhauer", antwortete Elisa, während
sich die beiden Frauen hinter einem Müllcontainer in Deckung warfen.
In nächsten Moment schlug auch schon etwas neben ihnen in der Wand
ein. Es waren keine Schrotkugeln, und es riß gewaltige Löcher.
"Wo ist der
Unterschied?" fragte Jane, während sie sich nach einer brauchbaren
Waffe umsah.
"Sie haben
es nicht auf Schwarze, sondern auf Gargoyles abgesehen", antwortete die
Polizistin. "Ansonsten haben sie das gleiche Konzept..."
"Die fürchten
sich vor Wasserspeiern?" fragte 'Jane' verdutzt.
"Keine steinernen
Wasserspeier. Echte, lebende Gargoylen." Elisa versuchte die Steinhauer
zu treffen, ohne dabei das Leben der Geisel in Gefahr zu bringen.
"Ich muß
ja höllisch viel vergessen haben..." murmelte Jane und visierte den
verwaisten Hammer in der Straßenmitte an. Plötzlich machte sie
einen Hechtsprung, packte, während sie über die Schulter abrollte,
die Waffe und verschwand wieder hinter einem Müllcontainer. Diesmal
auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Um sie herum hagelte
es Einschüsse. Diesmal hatte sie gemerkt, woher die kamen. Die übrigen
Steinhauer hatte ebenfalls Hämmer. Aus diesen feuerten sie irgendwelche
Energiegeschosse ab. Das Pumpgun ähnliche Geräusch entstand,
wenn die Waffen aktiviert wurden.
"Okay, Jungs,
ihr habt was gegen Gargoyles, das habe ich jetzt kapiert", begann Jane.
"Wenn ich auch noch nicht kapiert habe was..."
"Sie sind
eine Bedrohung für unsere Stadt", kam es da wie aufs Stichwort aus
Richtung des Vans. "Es sind wilde, gefährliche, seelenlose Bestien,
die Nachts unsere Stadt terrorisieren, wenn aufrechte New Yorker schlafen!
Sie müssen vernichtet werden!"
Wieder schlug
es in die Wand neben ihr ein. Jane seufzte.
"Sprech' ich
chinesisch oder habt ihr Tomaten auf den Ohren?" rief sie laut. "Ich wollte
keine Beschreibung eurer Organisation. Ich wollte nur wissen, was ihr gegen
Gargoyles habt..."
Sie gab Elisa,
die es aus ihrer Position heraus nicht sehen konnte, ein Zeichen, daß
die Steinhauer ihre Geisel in den Transporter geschafft hatten und bereit
waren zu verschwinden. Die Polizistin war sich mittlerweile über eines
im klaren, so, wie sie agierte, war 'Jane Muris' mit solchen Gefahrensituationen
durchaus vertraut und wußte damit umzugehen. Sie könnte wirklich
ein Cop sein...
Jetzt ging
es um die Sicherheit der Geisel!
Der Motor
des Fahrzeugs heulte dank eines zu schnellen Starts leicht gequält.
"Oh, nein,
nicht so schnell!" dachte Elisa.
Sie sprang
auf die Fahrbahn und versuchte, die Reifen des anfahrenden Fahrzeugs zu
treffen, um es zu stoppen. Doch bedauerlicherweise verfehlte sie.
"Mist!" Der
Van kam direkt auf sie zu.
Plötzlich
stand Jane neben ihr. Sie hatte den Hammer aktiviert, der Kopf der Waffe
glühte in grellem Weiß.
Die ganze
Szene, die jetzt folgte, schien vor Elisas Augen in Zeitlupentempo abzulaufen:
Jane richtete
den Hammer auf das näherkommende Auto. Das Glühen wurde noch
intensiver, sogar der Stil leuchtete jetzt. Mit krachendem Donnerschlag
löste sich ein Energieblitz und schlug frontal in das Fahrzeug ein.
Für Bruchteile einer Sekunde - lang wie eine Ewigkeit - war der Van
in gleißendes Licht gehüllt, dann verglühte er lautlos.
Die Steinhauer samt ihrer Geisel fanden sich völlig verblüfft
auf der Straße sitzend wieder.
Elisa und
Jane sahen sich an.
"War ich das?"
fragte letztere schluckend.
"Ich glaube
schon", antwortete Elisa und machte sich daran, die verstörten Steinhauer
mit Handschellen zu versorgen. Sie würde zu einem anderen Zeitpunkt
darüber nachdenken, was passiert sein könnte.
Einige Minuten
später, während ein Polizeitransporter die Festgenommenen abtransportierte,
wollte Elisa von der beinahe gekidnappten Ärztin wissen:
"Was wollten
die Kerle überhaupt von Ihnen?"
"Sie sagten,
daß man mir den Prozeß machen würde, weil ich ein Sympathisant
des Feindes sei", antwortete die Frau noch ziemlich durcheinander.
Die Polizistin
erinnerte sich:
"Sie sind
die Augenärztin, die Hudsons Auge gerettet hat."
Die Angesprochene
nickte.
Etwas abseits
stand Jane und betrachtete den Hammer, den sie in den Händen hielt.
Sie hatte ihn deaktiviert, doch er glühte noch immer leicht. Das war
bestimmt nicht beabsichtigt... Außerdem war das Steinhaueremblem
während des Schusses verglüht, statt dessen zeigte der Stiel
ein Muster aus Strichen, die eine Linie überschnitten.
Eine ähnliche
Zeichnung zeigte die Außenseite ihres Ringes.
Kapitel 3
Er beobachtete
den braunhaarigen Mann, der am Kamin stand.
David Xanatos
war ein ausgezeichneter Stratege mit dem notwendigen Weitblick. Jemand,
der die Menschen kannte und sie zu leiten wußte. Außerdem verfügte
er über ausreichende finanzielle Mittel sowie das nötige technische
Knowhow. Seine Frau Fuchs, die er noch nicht kennengelernt hatte, würde
ihm, laut Aussage der, der sie kannten, allerdings in nichts nachstehen.
Goliath und sein Clan wären ohne diese starken Verbündeten definitiv
verloren.
Gargoyles
sind zähe, starke Krieger, aber während ihrer Versteinerungsphase
völlig schutzlos. Einfache Menschen neigen dazu, das Fremdartige zu
fürchten, zu hassen und zu vernichten. Und der Haß wurde offensichtlich
von diversen Stellen geschürt. Goliath zwar etwas naiv, aber nicht
dumm. Er tat gut daran, eine 'das Schwert in der Scheide zu lassen' und
dem Feuer, das seine Gegner entzündet hatten, nicht noch zusätzliches
Brennmaterial zu geben. Die Gargoyles könnten einen Kampf gegen die
zahlenmäßig überlegene Menschheit nie gewinnen. Ihre einzige
Überlebenschance war, noch mehr Menschen als Verbündete zu gewinnen.
Er wurde aus
seinen Gedanken gerissen als ein blonder, schlanker Mann das Zimmer betrat.
"Owen Bernett,
mein persönlicher Berater", stellte Xanatos ihn vor. "Nun, Owen, haben
Sie Neuigkeiten?"
"In der Tat,
Mr. Xanatos", antwortete der Angesprochene, sich mit stoischer Gelassenheit
die Brille zurechtschiebend. Doch dann viel sein Blick in seine Richtung
und Bernett stutzte für einen Moment. Der Blick des blonden Mannes
zeigte für einen kurzen Moment leichtes Mißtrauen.
"Das ist also
Tarn, der Gargoyle, der aus dem Nichts auftauchte", stellte er fest.
"Ja, ich bin
Tarn, Mr. Bernett", antwortete er und kam näher. "Sie scheinen deswegen
beunruhigt zu sein."
Plötzlich
entspannte sich Owen wieder. Er bekam seine Gelassenheit zurück.
"Entschuldigen
Sie bitte mein seltsames Verhalten, Tarn", erklärte er. "Sie erinnerten
mich an jemanden, den ich kenne."
"Und den Sie
wohl etwas fürchten", stellte Tarn mit leichter Genugtuung fest.
"Das muß
ich zugeben."
David Xanatos
setzte sich an seinen Schreibtisch und legte die Fingerspitzen aneinander.
"Könnten
wir jetzt erfahren, was Sie herausbekommen haben?" fragte er noch einmal.
"Natürlich,
Mr. Xanatos", antwortete der Assistent ruhig. Er betätigte einen Knopf
an der Fernbedienung, die er aus dem Regal genommen hatte. Eine der Wandverkleidungen
glitt lautlos beiseite, eine dahinter befindliche Monitorwand schaltete
sich ein.
"Dies ist
ein Bild unseres Sonnensystems", erklärte Bernett die erscheinende
Graphik. "Die Planeten befinden sich momentan in einer Konstellation, in
der die Grenzen zwischen den Welten durchlässig werden. Und ich meine
nicht nur die zwischen der realen Welt und dem Elfenreich..." Er wies mit
dem Laserpointer auf einen Punkt im Ring der Planetoiden. "Laut den Aussagen
verschiedener angesehener Astrophysiker ist an dieser Stelle eine Raum-Zeit-Anomalie
aufgetreten, die man als Ausgang eines Dimensionslochs sehen könnte."
"Und was soll
das jetzt heißen?" fragte der füllige Gargoyle, den sie Broadway
nannten.
"Er meint,
daß Tarn möglicherweise aus einem Paralleluniversum stammt",
antwortete der kleine, braungrüne Lexington.
"Irre!" staunte
Brooklyn.
"Wpfff", machte
Bronx gelangweilt, außerdem hatte er Hunger.
Tarn rieb
sich am Kinn. Die Theorie würde erklären, warum sie noch nie
zuvor von einer realen Existenz von Gargoyles gehört hatten. War er
wirklich in einem anderen Universum, oder erlaubte sich jemand einen schlechten
Scherz mit ihm? Es gab jemand, der ihm auf jeden Fall eine Antwort hätte
geben können...
"Warum zeigt
das Bild neun Planeten?" fragte er ganz beiläufig.
"Weil unser
Sonnensystem neun Planeten hat", antwortete Xanatos. "Wie viele sollten
es denn deiner Meinung nach sein?"
"Sieben",
log Tarn und kniff nachdenklich die Augen zusammen. Wenn dies wirklich
ein anderes Universum war, dann war entweder der zehnte noch nicht bekannt,
oder es gab ihn hier tatsächlich nicht...
Aber er benötigte
Beweise, und vor allem mußte er sie finden.
"Und du weißt
wirklich nicht mehr, woher du kommst, und wie du hierher gekommen bist,
mein Junge?" wollte der alte Hudson wissen.
Tarn schüttelte
den Kopf.
"Mein Name
ist alles, woran ich mich erinnere." Das war wieder eine Lüge. Er
wußte nicht, ob und wie weit er den anderen vertrauen konnte.
"Wißt
ihr was, Freunde, am besten ihr zeigt Tarn die Burg, vielleicht findet
sich ja in der Bibliothek etwas, was ihm hilft, sich zu erinnern", schlug
Xanatos vor. "Owen und ich versuchen derweil, noch andere Quellen anzuzapfen.
Wenn Tarn aus einer Parallelwelt stammt, gibt es vielleicht einen Grund,
warum er hier ist..."
Die Gargoyles
hatten das Büro gerade verlassen, als Xanatos feststellte:
"Tarn weiß
mehr als er uns sagt. Was hat die DNA-Analyse ergeben, Owen. Ist er überhaupt
ein Gargoyle?"
"Definitiv
ja", antwortete sein Assistent. "Aber mir ist auch aufgefallen, daß
er nicht die ursprünglich, barbarische Ausstrahlung der anderen hat."
Xanatos nickte.
"Goliath wirkt
neben Tarn wie ein Keltenhäuptling neben einem römischen Feldherrn.
Aber, mein lieber Owen,... " Er blickte den anderen mit einem leichten
Grinsen an. "...jetzt würde mich doch sehr interessieren, was Sie
Tarns Anblick so erschreckt hatte?"
Der angesprochene
rückte seine Brille zurecht, ohne jedoch seine fast emotionslose Gelassenheit
zu verlieren.
"Nun, Mr.
Xanatos, Tarn hat im Aussehen zugegebenermaßen eine Gewisse Ähnlichkeit
mit Oberon", antwortete er. "Aber ich kann Ihnen versichern, daß
er es nicht ist. Es ist auch keiner aus seinem Hofstaat. Er hat keine...
Elfenaugen."
Die Hausrufanlage
unterbrach ihr Gespräch.
"Officer Elisa
Maza, Mr. Xanatos", meldete der Portier.
"Soll in die
Bibliothek kommen."
Tarn bemerkte
das glückliche Funkeln in Goliaths Augen, als die Polizistin den mit
alten Büchern gefüllten Raum betrat.
"Hallo, Elisa!"
riefen mehrere der Anwesenden wie aus einem Munde.
"Hallo, Freunde",
grüßte die junge Frau zurück, während sie dem doch
leicht verblüfften Bernett den seltsam leuchtenden Hammer und eine
Liste in die Hand drückte.
"Mit dem Ding
stimmt irgend etwas nicht, und ich glaube nicht, daß das Kriminallabor
uns da weiter helfen kann", erklärte sie dem blonden Mann. "Und die
Begriffe auf dem Zettel hab' ich schon ohne Ergebnis durch den Polizeicomputer
gejagt. Vielleicht haben Sie ja mehr Glück."
Xanatos nickte
seinem Assistenten zu.
"Kümmern
Sie sich drum, Owen", sagte er, worauf der Angesprochene mit Hammer und
Zettel verschwand.
Jetzt mußte
Elisa erst einmal ihren Goliath umarmen, was dieser liebend gern erwiderte.
"Wie war dein
Tag", fragte der Gargoyle sanft.
"Die Schicht
fing bereits gut an", antwortete die Polizistin. "Eine 'Jane Doe' und 'ne
versuchte Entführung durch unsere Steinhauerfreunde."
"Eine Entführung?"
fragte Angelica, Goliaths Tochter, der einzige weibliche Gargoyle auf der
Burg.
"Wir, daß
heißt besagte 'Jane' und ich, konnten gerade noch verhindern, daß
sie die Augenärztin abschleppten, die Hudsons Auge behandelt hatte",
antwortete Elisa.
Der alte Haudegen
Hudson knurrte:
"Diese dreckigen
Hunde! Ich hoffe, ihr habt es ihnen gründlich gezeigt!"
"Sie sitzen
in Untersuchungshaft und warten auf ihren Prozeß. Nanu, wer ist denn
das?" Ihr Blick fiel auf das fremde Gesicht, daß etwas abseits die
Geschehnisse beobachtete.
"Das ist Tarn",
stellte Brooklyn den fremden Gargoyle vor. "Er ist heute auf bei uns auf
der Burg aufgewacht."
"Er kann sich
nicht erinnern, woher er kommt und was geschehen ist", fügte Lexington
ergänzend hinzu.
Elisa stemmte
die Hände in die Hüften.
"Das mit der
Amnesie scheint ja um sich zu greifen. Hoffentlich ist das kein Virus",
meinte sie lakonisch.
"Wie meinst
du das, Elisa?" wollte Angelica wissen.
"Na, meine
'Jane Doe'", begann die Polizistin. Man hat sie heute Morgen ins Krankenhaus
eingeliefert, nachdem sie einen Fünf-Stockwerke-Sturz von einem Baugerüst
gemacht hatte. Das Mädel hatte mehr Glück als Verstand: sie hatte
nur ein paar kleinere Kratzer und... 'ne Amnesie halt. Jetzt versuchen
wir rauszufinden, wer sie ist."
"Vielleicht
können wir dir ja irgendwie helfen", schlug Goliath vor.
Elisa zeigte
mit dem Daumen auf die Tür, durch die Owen Bernett vor kurzem verschwunden
war.
"Deshalb habe
ich das Zeug ja mitgebracht", antwortete sie. "Der Hammer war eine ganz
normale Steinhauerwaffe - bis sie ihn der Hand gehabt hatte. Und auf dem
Zettel stehen ein paar Begriffe, an die sie sich zwar erinnern konnte,
mit denen sie aber im Moment nichts anzufangen weiß."
Sie seufzte.
"Die Fingerabdrücke
haben uns jedenfalls nicht weitergeholfen..."
In diesem
Moment ging auch schon die Türe auf und Bernett kam zurück. Alle
Blicke richteten sich auf ihn.
"Nun", begann
er in seiner steifen Art. "Der Hammer wurde von außen stark energetisch
aufgeladen. Wahrscheinlich durch einen paranormalen Vorgang. Die Kratzer
im Stiel sind eine alte, keltische Schrift, die Ogham-Schrift. Die Zeichen
bedeuten 'Succellus', der Name eines keltischen Gottes. Übersetzt
bedeutet das 'guter Schläger'."
"Wie passend",
fand Xanatos ironisch.
Tarn war unbemerkt
näher getreten und hörte aufmerksam zu.
Sollte das
eine Botschaft sein..?
"Was die Begriffe
anbelangt, die Sie mir aufgeschrieben hatten", fuhr Owen fort. "Ich fand
eine Firma für kybernetische Technik namens Cybertron Inc. mit Sitz
in Alabama. Ansonsten... Es gibt in der Mythologie einen Thronengel namens
'Metatron', unter 'Megatron' konnte ich jedoch keinen Eintrag finden. Genausowenig
unter Decepticon..."
"Wo ist die
Frau?" Tarns Stimme zitterte kaum merklich.
David Xanatos
begann zu grinsen.
"Nanu, Tarn?
So aufgeregt", stellte er mit einem gewissen Zynismus fest. "Mir scheint,
die Erinnerung kommt wieder..."
Der grauhäutige
Gargoyle ignorierte den Mann. Die Augen des geflügelten Wesen fixierten
statt dessen Elisa Maza.
"Wo ist die
Frau, Mensch?" seine Stimme hatte einen bedrohlichen Klang "Ich muß
es wissen! Sofort!"
Im nächsten
Moment sah sich Tarn mit einem ziemlich wütenden Goliath konfrontiert,
der knurrend und zähnefletschend mit glühenden Augen zwischen
ihm und der Polizistin stand. Der Clanführer war offensichtlich bereit,
die Frau notfalls mit seinem Leben zu verteidigen.
Tarn machte
einen Schritt rückwärts. Es erschien ihm taktisch klüger,
nicht im Aggressionsradius des anderen Gargoyle zu bleiben.
"Entschuldige,
Goliath, daß ich die Beherrschung verloren habe", meinte er mit beschwichtigendem
Lächeln. "Ich habe nicht die Absicht, deiner Gefährtin etwas
zu tun. Aber es ist unbedingt notwendig, daß ich erfahre, wo die
Frau ist, von der sie sprach..."
Irgend etwas
hämmerte in ihrem Kopf.
In ihrem halbschlafenden
Zustand sah sie, Elisa und ein ziemlich grimmig dreinschauendes Fabelwesen
vor sich stehen...
Es hämmerte
noch immer in ihrem Kopf.
Sie war mit
einem Mal schlagartig wach, was nicht zuletzt daran lag, daß Elisas
Katze Cagney in panikartiger Flucht über Tisch und Couch ihr direkt
ins Gesicht sprang, um Millisekunden später im Bad zu verschwinden.
Sie war in Elisas Wohnung.
Und plötzlich
konnte sie sich an alles erinnern - wer sie war, woher sie kam, den Unfall...
Doch sie hatte keine Zeit sich darüber zu freuen. Das hämmernde
Geräusch kam von den Rotorblätter eines Hubschraubers, der bedrohlich
tief über der Terrasse der Dachwohnung schwebte. Und das, was sich
da gerade aus dem Inneren des Fluggerätes abseilte, trug Kapuzen...
Tarn erstarrte.
"Vector Sigma..."
flüsterte er.
Sie war wach!
Er wußte jetzt wo sie war. Sie war in Gefahr!
"Was ist denn
jetzt in ihn gefahren?" machte Brooklyn etwas durcheinander.
Lexington
zuckte mit den Achseln.
Tarn rannte
alles andere ignorierend aus der Bibliothek. Elisa und die Gargoyles schauten
sich kurz an, dann machten sie sich an die Verfolgung.
"Was ist das
eigentlich für ein komischer Vogel?" fragte die Polizistin im Rennen.
"Ich wünschte,
ich wüßte es", antwortete Goliath. "Ich wünschte, ich wüßte
es."
"Mr. Xanatos",
stellte Bernett mit Blick auf das Computerterminal fest. "Jemand hat gerade
den Sicherheitscode der Waffenkammer umgangen, die Verteidigungsmaßnahmen
außer Kraft gesetzt und sich Zugang verschafft. Das alles in weniger
als dreißig Sekunden... Ich nehme an, es war unser Freund Tarn."
"Himmel!"
entfuhr es seinem Boß. "Das System ist sicherer als das von Fort
Knox, daran haben sich die besten Hacker die Zähne ausgebissen!"
"Okay, Tarn,
bleib wo du bist, und keine Bewegung!" brüllte Elisa. "Ich darf dich
daran erinnern, du bist nicht kugelsicher!"
Sie stand
breitbeinig auf der Ausichtsplattform des Bergfrieds und zielte mit ihrer
Dienstwaffe auf den grauhäutigen Gargoyle, der sich bereits anschickte
loszufliegen. Er trug eine verdammt große Schußwaffe, die die
Polizistin in die Kategorie "panzerbrechend" einordnete, und einen Gürtel
mit dazu passender Munition mit sich.
Tarn knurrte,
seine Augen glühten in rotem Feuer.
"Elisa, es
mag Sie interessieren, daß gerade ein paar Steinhauer in Ihre Wohnung
eindringen", erklärte er langsam.
"Woher willst
du das denn wissen?" mischte sich Hudson ein.
"Weil ich
diese nutzlosen Fleischkreaturen durch die Augen meiner Gefährtin
sehen kann", antwortete der Angesprochene. "Und ihr werdet nicht verhindern
können, daß ich meine Frau jetzt im Kampf unterstützen
werde!"
Damit sprang
er - Elisas Pistole ignorierend - über die Zinnen. Man hörte
noch ein kurzes Flügelschlagen, dann war er nur noch ein großer,
fledermausartiger Schatten in der Skyline von Manhattan.
"Seine Frau?"
Hudson stutzte.
"Der Ring!"
rief Elisa, sich an die Stirn schlagend. "Der Ring, den er trägt,
hat das selbe Muster wie Janes..!"
"Wir müssen
ihm nach", rief Goliath. "Er könnte Hilfe brauchen!"
Er nahm Elisa
auf den Arm, breitete die Schwingen aus und sprang ebenfalls.
Das war der
reinste Ivasionstrupp. Sie war allein. Diese Erde war nicht ihre Erde -
mit ihren Kräften mußte sie also haushalten. Ein strategischer
Rückzug wäre also taktisch sinnvoll.
Sie lief zur
Wohnungstür. Doch noch bevor sie die erreichte machte sie eine Vollbremsung.
Von draußen hörte sie nämlich ein bekanntes Geräusch.
Das klang so ähnlich wie ein Pumpgun...
Die Eingangstür
zerbarst splitternd unter dem Energiestoß des Hammers. Sie sprang,
um nicht von den umherfliegenden Splittern getroffen zu werden, hinter
der Ecke in Deckung. Mit einem Gefühl von aufsteigender Übelkeit
nahm sie zur Kenntnis, daß das Terrassenfenster ebenfalls gerade
das Zeitliche segnete. Sie saß in der Falle!
Wenn du in
einer hoffnungslosen Position bist, mußt du kämpfen...
Sie blieb
hinter der Couch in Deckung. Als der erste der Kapuzentypen in ihre Reichweite
kam, brachte sie ihn mit einem Beinfeger zu Fall. Ehe er darauf reagieren
konnte, hatte sie dem am Boden Liegenden auch schon mit der Faust ins Knick
geschlagen und ihn somit ausgeknockt.
Nummer zwei
kam mit schlagbereitem Hammer frontal auf sie zu. Sie wich der Waffe aus,
indem sie seinen ihr zugewandten Arm mit dem rechten Unterarm blockte.
Gleichzeitig fuhr sie mit der linken Hand schlangengleich unter seiner
Achsel hindurch, um ihm die Fingerspitzen in die Kehle zu rammen. Der Angreifer
gab noch ein unverständliches Röcheln von sich, bevor er zusammenklappte.
Mit zwei Sätzen
war sie in der Küche verschwunden.
"Wo ist das
Biest?"
"Da lang!"
"Schnappt
sie euch."
Der erste
Steinhauer, der in der Küche ankam, torkelte gleich wieder wie am
Spieß brüllend zurück. Blut sprudelte aus seinem Handgelenk.
Das Sägeblatt der Küchenmaschine steckte ihm in der Handwurzel.
Es war zwar kein Wurfstern, aber wie sie gerade mit Zufriedenheit feststellen
konnte, flog das Ding genau so gut.
"Mach' die
Hexe kalt!" befahl einer.
"Hier.. Hier
ist aber niemand..!" antwortete der Steinhauer, der als zweiter die Küche
betreten hatte.
"Das kann
nicht sein, sie ist nicht wieder rausgekommen."
"Nein, hier
ist nur die Katze. Oh, mein Gott...!"
Zu seinem
Schrecken verwandelte sich die vermeintliche Katze plötzlich in eine
ausgewachsene, weiße Tigerin. Mit markerschütternden Brüllen
sprang die Raubkatze den Mann an und schlug ihm die messerscharfen Klauen
durch die Rüstung. Wucht und Schmerz rissen den Steinhauer von den
Füßen. Mit zwei, drei Sätzen war der Tiger im Bad verschwunden.
"Was ist das
für ein Wesen?"
"Ich... ich
habe keine Ahnung. Aber die Polizistin ist das bestimmt nicht..."
Es krachte
höllisch als der Hammer die Tür des Badezimmers zertrümmerte,
doch das war völlig leer. In der Badewanne glitzerten noch ein paar
Glasscherben.
"Es ist durch
das Oberlicht geflohen!"
Sie rannte,
Cagney unter dem Arm, das Dach entlang. Das arme Tier war völlig verstört
- obwohl es in seinem Leben doch schon einiges seltsame miterlebt hatte...
Plötzlich
wurde es um sie herum gleißend hell. Der rhythmisch wiederkehrende
Überschallknall von Rotorblättern marterte ihre Trommelfelle.
Es gab einige
Hubschrauber, die sie jetzt durchaus gerne gesehen hätte. Dieser,
mit dem Steinhauersymbol auf der Seite, gehörte jedoch nicht dazu.
"Stehen bleiben,
keine Bewegung!" brüllte der Pilot durch den Außenlautsprecher.
Zehn zu eins,
der Chopper hatte eine dreißig Millimeterkanone unter dem Rumpf.
Oh, wie gerne würde sie die Wette jetzt verlieren...
Langsam drehte
sie sich um. Der Suchscheinwerfer blendete ihre lichtempfindlichen Augen
fürchterlich.
"Jetzt hab'
ich dich", stellte der Pilot zufrieden fest. Doch als er ihr breites Koboldgrinsen
sah, ahnte er nichts Gutes...
Die Granate
schlug kurz vor dem Heckrotor ein. Die nachfolgende Explosion zerriß
das zur Stabilisation wichtige Teil völlig. Der Hubschrauber begann,
sich wie wild um sich selbst zu drehen, der Rotor verlor somit seine Auftriebswirkung.
Doch bevor das Flugzeug wirklich abstürzen konnte, gab es eine zweite
Explosion, die die Maschine noch in der Luft zerriß.
Der große,
grauhäutige Gargoyle auf dem Haus gegenüber ließ zufrieden
den Granatwerfer sinken. Er schwang sich mit einem gekonnten Satz über
die Brüstung, ließ sich ein paar Meter im freien Fall absacken
bevor er die Flügel öffnete, um auf das Häuserdach auf der
Anderen Straßenseite hinauf zu gleiten.
Sehr gut!
Goliath und sein Clan waren auch schon da und kümmerten sich um die
in Elisas Appartement verbliebenen Steinhauer.
"Jane, wo sind
Sie?" rief Elisa, während sie daß, was von ihrer Wohnung noch
übrig war durchsuchte.
Cagney hüpfte
ihr durch ein kaputtes Oberlicht entgegen. Mit einem kläglichen Ich-war's-diesmal-wirklich-nicht-Maunzen
streifte die Katze um die Beine ihres Frauchens. Elisa nahm ihr Haustier
tröstend auf den Arm.
"Cagney, wo
ist Jane?" fragte sie besorgt.
"Wir sind
auf dem Dach!" kam es da von oben.
"Sie lebt,
dem Himmel sei dank", flüsterte die Polizistin.
"Was man von
dem hier nicht sagen kann", meinte Hudson. "Das Mädel hat denen einen
ganz schönen Kampf geliefert."
Der Steinhauer
zu seinen Füßen war an einem eingedrückten Kehlkopfes erstickt.
Der Rest der 'ehrenwerten' Gesellschaft - ausgenommen natürlich der
Pilot - lebte noch. Allerdings waren die Herren alles andere als als taufrisch
zu bezeichnen.
Kapitel 4
Immer zwei
Stufen auf einmal nehmend, eilte Elisa die Treppe der Burg hinauf.
War das vielleicht
ein Tag gewesen! Schwierige Sache, ihren Kollegen die Vorkommnisse der
vergangenen Nacht glaubhaft zu erklären. Außerdem hatte sie
kaum Schlaf gehabt. Aber das war sie ja schon gewohnt. Wenigstens sah ihre
Wohnung - dank Janes... Magics Hilfe - wieder aus wie ihre Wohnung und
nicht mehr wie ein Schlachtfeld.
"Guten Abend,
Elisa", begrüßte Fuchs die Polizistin, als die den großen
Saal betrat, freundlich.
Ihr Mann David
saß sherrytrinkend in einem Sessel beim Kamin.
Elisa rieb
sich die müden Augen. Also, daß sie statt mit einer brünetten
Frau jetzt mit einer weißhaarigen Elfe konfrontiert wurde, konnte
sie nach diversen Besuchen in Avalon und an ähnlichen Plätzen
allmählich nicht mehr schocken. Aber die sieben Fuß lebender
Roboter, die da am Fenster standen und gestern nacht noch ein Gargoyle
gewesen war, waren doch etwas gewöhnungsbedürftig. Und wenn sie
noch daran dachte, daß Tarn/Megatron normalerweise mehr als dreimal
so groß sein soll... Elisa schluckte.
"Wie war ihr
Tag, Elisa?" fragte Xanatos beiläufig.
"Chaotisch
wie immer", antwortete die Polizistin. "Es gibt jedoch ein Problem..."
"Und das wäre."
"Die Steinhauer,
die wir festgenommen hatten..." Sie schaute mit kritischer Miene in Magics
Richtung. "Nach Sonnenaufgang waren sie plötzlich... stoned!"
Die Elfe schaute
mit unschuldigem Dackelblick zur Decke.
"Das gibt
sich jedesmal nach Sonnenuntergang wieder", erklärte sie achselzuckend.
"Nennen wir es ausgleichende Gerechtigkeit."
Die wie üblich
unauffällig dem Geschehen beiwohnende Gestalt Owen Bernetts erzitterte
unter einem unterdrückten Kickern. Xanatos' Assistent hatte größte
Mühe, seine übliche Steifheit beizubehalten und seine elfische
Natur nicht durchbrechen zu lassen.
"Ich denke,
wir sollten jetzt nach oben", warf in diesem Moment Fuchs ein. "Der Clan
dürfte jeden Moment erwachen."
Von der Sonne
war nur noch ein dünner, roter Streifen am westlichen Horizont zu
sehen. Hier oben auf den Zinnen, wehte trotz Hochsommers, ein kühler
Wind.
"Wenn ich
das richtig verstanden habe, seid ihr in einer Art telepathischer Verbindung
miteinander", rekapitulierte Elisa.
Megatron nickte.
"Es nutzte
uns nur diesmal nicht viel. Ich war den Tag über versteinert, und
Magic schlief bereits als ich schließlich erwachte", antwortete er.
"Ich fühlte meine Frau zwar, aber ..." Er redete nicht weiter.
"Deshalb also
die Geheimniskrämerei", verstand Elisa.
"Ich müßte
den Steinhauern eigentlich dankbar sein", überlegte Magic. "Nachdem
die mich geweckt hatten, war die Verbindung und somit meine Erinnerung
wieder da. Aber..." Sie grinste. "...Ich habe echt keine Lust, mich bei
denen auch noch zu bedanken!"
"Verständlich",
bestätigte Elisa. "Noch eine Frage, was bedeutet das 'Muris'?"
"'Beltaine,
Muris' ist der erste Mai des Jahres, seit dem Megatron und ich zusammen
sind", antwortete Magic.
"Also kein
Name", erkannte ihre Gesprächspartnerin.
"Nein." Die
Elfe schüttelte den Kopf. "Die Namen stehen außen drauf."
Natürlich,
das war kein Muster auf dem Ring, das war Ogham-Schrift!
"Wie am 'guten
Schläger'..." flüsterte Elisa.
"Wie bitte?"
machte Magic verblüfft. Dann erinnerte sie sich. "Ach ja, die 'lieben
Grüße' vom Unterbewußtsein..."
Mit einem
Mal lief eine leichte Erschütterung durch das Gemäuer. Die steinernen
Figuren auf den Brüstung bekamen Risse. Schließlich - mit einem
Geräusch wie explodierender Beton - zerbarsten die Hüllen, und
die erwachten Gargoyles streckten sich brüllend.
Bronx, diese
Höllenversion einer Bulldogge, betrachtete die fremden Gesichter mißtrauisch,
schnupperte erst an Magic, dann an Megatron, schaute mit einem Mal ziemlich
verwirrt, entschloß sich schließlich, sich in eine Ecke zu
setzten und mit dem linken Hinterlauf am Ohr zu kratzen.
Magic überlegte,
ob es wohl Flöhe gibt, die sich auf Hundegargoyles spezialisiert haben
könnten...
Als Megatron
sah, wie Goliath und Elisa sich begrüßten, ergriff er unweigerlich
die Hand seiner eigenen Frau. Er erinnerte sich an die Nacht im Canyon,
als er sie zum ersten Mal in den Armen halten durften. Die Liebe ging wohl
in allen Welten oft seltsame Wege.
"Ich möchte
ja nicht schon wieder mit schlechten Nachrichten kommen", meldete sich
da Bernett zu Wort. "Aber es gibt da ein Problem was den Aufenthalt von
Magic und Megatron in unserer Welt betrifft."
"Und der wäre,
Owen", fragte Fuchs.
"Es gibt keine
technische Möglichkeit, den Slidingprozeß umzukehren, um sie
in ihre eigentliche Dimension zurückzuschicken", antwortete er. Allerdings
mußte er die letzten paar Worte brüllen, da aus heiterem Himmel
ein Sturm losbrach. Seltsamerweise war der Ursprung der Wettererscheinung
genau die Mitte des Bergfrieds...
Mit einem
Schlag war der Spuk vorbei. Statt dessen standen jetzt zwei große,
schlanke Gestalten - ein Mann und eine Frau - auf dem Turm. Es war unverkennbar:
sie waren Elfen.
"Oberon und
Titania", flüsterte Xanatos heißer.
"Mutter..."
stotterte Fuchs.
Owen Bernett
schluckte. Er merkte, wie er wieder zu Puck wurde.
Magic und
Megatron sahen sich fragend an.
"Kneif mich,
ich glaub', ich sommernachtsträume", meinte sie kopfschüttelnd
und fügte wohl oder übel gleich ein "Autsch!" hinzu.
- Dafür
schuldest du mit einen Kuß!
- Sogar
die Zinsen werden mir ein Vergnügen sein.
"Ich glaube,
wir können Euch helfen", begann Oberon und trat auf das Paar aus der
fremden Dimension zu. Einige Meter vor den beiden blieb er jedoch stehen
und verbeugte sich nach Ritterart indem er auf ein Knie niedersank.
"Ich freue
mich, Euch wiedersehen zu dürfen, verehrte Großmutter, verehrter
Großvater", sagte er ehrfurchtsvoll.
- Jetzt
mußt du mich kneifen.
- Gern,
wenn du mir eine Zange gibst...
Wenn man in
die ursprüngliche Runde der Anwesenden blickte, sah man eigentlich
nur erstaunte Gesichter mit offenen Mündern. Der einzige, den die
Aussage nicht im geringsten erschüttern konnte, war Bronx. Er verstand
nämlich nicht, um was es hier eigentlich ging.
"Moment, langsam",
meinte Magic. "Ich nehme an, daß ist 'ne Verwechslung."
Oberon schüttelte
den Kopf.
"Keineswegs",
widersprach er.
"Wir haben
zwar Kinder, aber die sind noch sehr klein", erklärte Megatrons Gefährtin.
"Also, das mit Enkeln dürfte noch eine Zeit dauern..."
Der König
der Elfen erhob sich.
"In einigen
Jahren jedoch wird Euer Sohn Dionysos einen Sohn haben", begann er. "Dieser
wird seltsame Geschichten über eine Raum-Zeit-Anomalie im Ring der
Planetoiden hören und sich mit einem Schiff aufmachen, das Pendragon-Paradoxon
zu erforschen. Das Schiff und seine Besatzung wird jedoch nie wieder von
seiner Mission zurückkehren."
"Wir fanden
eine Erde, die der glich, die wir verlassen hatten", fügte Titania
hinzu. "Nur einige Tausend Jahre jünger..."
Epilog
Hook, der Mechanoid
Iota-32, den alle Johnny Five nannten, und ein circa fünf Meter langes
u-bootartiges Metallgebilde mit Kreifarmen, der neben den beiden schwebte,
werkelten jetzt schon seit drei Stunden an der Space-Bridge. Obwohl Perceptor
ihnen ständig die neuesten Daten über das PP aus der Arche schickte,
war es ihnen noch nicht gelungen, festzustellen, was aus den Passagieren
des letzten Transports geworden war.
"Geht das
nicht ein bißchen schneller?" Black Jester trippelte nervös
von einem Bein auf das andere.
Der u-bootartige
Gebilde drehte sich in seine Richtung. Durch die Scheibe am Vorderende
schaute ihn ein großer Tümmler leicht pikiert an.
"Ich denke
und arbeite ja schon achtmal schneller als du", schnatterte es aus dem
Übersetzer. "Also bitte beschwere dich nicht."
"Und bedauerlicherweise
quasselt sie oft auch noch achtmal schneller", fügte Johnny Five mit
krächzender Maschinenstimme hinzu.
"Entschuldige,
Stream", beschwichtigte Jester die Delphindame. "Ich weiß, ihr tut
euer bestes. Aber Shockwave hat bestätigt, daß meine Lieblingschefin
und ihr Göttergatte die letzten in der Space-Bridge waren."
"Sie spricht
an! Der Transporterstrahl hat was erfaßt!" rief Hook mit einem Mal
aufgeregt. Tatsächlich, das Transfergerät fuhr die Autosysteme
hoch. Ein Raumtor ging auf und kurze Zeit später öffnete sich
die Schleuse.
"Ich nehme
an, ihr seid das Empfangskomitee", meinte Megatron trocken.
Black Jester
seufzte erleichtert.
"Na, bitte,
ist doch alles in bester Ordnung", stellte Warm-Stream-along-the-sunset-colored-Coral-Reef
unbeeindruckt fest. "Wenn ihr mich sucht, ich bin vor der Küste. Hoffentlich
sind die guten Wellen noch nicht ganz weg."
Damit düste
die Delphindame in ihrem Antigraphtransporter von dannen. Auch, wenn sie
die beste Astrophysikerin des Planeten und eine begnadete Technikerin war,
ihre Leidenschaft war und blieb nun Mal das Wellenreiten.
Hook zuckte
mit den Achseln. Tümmler, die im Durchschnitt intelligentesten Wesen
auf dieser Erde - mag sie verstehen wer will...
"Jester, alter
Falschspieler, warum so aufgeregt?" wollte Magic, zur Abwechslung mal wieder
in Transformerform, wissen.
"Bewundernswerteste
aller Ladies", begann der schwarze Transformer mit leichter Verbeugung.
"Ich befürchtete schon, ich dürfte nie wieder unter deinem Kommando
dienen... Aber jetzt im Ernst, ich bin verdammt froh euch beide in einem
Stück hier wiederzusehen."
"Gibt es irgend
einen Grund, warum dies nicht hätte der Fall sein sollen?" fragte
Megatron.
"Allerdings",
bestätigte Black Jester. "Euer Transporterstrahl machte sozusagen
im Pendragon-Paradoxon einen ungewollten Zwischenstopp. Hook, Johnny und
Stream mußten um einen hohen Einsatz pokern und hatten echt nur Luschen
auf der Hand. Habt ihr denn gar nichts davon gemerkt?"
"Nun", begann
Megatron und reichte der Dame neben sich galant dem Arm. "Der Transport
war diesmal in der Tat ein wenig... steinig. Kommst du, Oma?"
Magic hakte
sich unter. Mit einem Lächeln antwortete sie:
"Natürlich,
Opa!"
Und gefolgt
von den völlig verdadderten Blicken dreier Cybertronians, die nicht
genau wußten, ob ihnen nicht vielleicht gerade einige Schaltungen
in den akustischen Systemen zusammengebrochen waren, spazierten sie gemütlich
in den Sonnenuntergang.
![]() |
|
|